Traumatherapie

Die Traumatherapie ist eine spezielle psychotherapeutische Behandlungsmethode, um seelische Traumatisierungen (schwere seelische Verletzungen, Trauma = Wunde), die das Leben der Betroffenen negativ prägen und zum Teil weit in der Biographie zurück liegen, zu finden und in das heutige Leben so einzuarbeiten, dass der Mensch wieder frei wird, ein Ja zu seinem Leben zu finden und dieses trotz des traumatisierendem Geschehen auf Wertvolles hin auszurichten und es nach bestem Wissen und Gewissen zu gestalten. Ein seelisches Trauma ist eine Reaktion auf ein Ereignis mit einem außergewöhnlichen Ausmaß an Bedrohung oder Belastung, das bei fast jedem Menschen zu einem Stress- und Schockzustand führt.

Hochprozentig traumatische Ereignisse sind: sexuelle Gewalt, psychische, manipulative Gewalt, physische Gewalt, aggressiver/ manipulativer Erziehungsstil, Verlusterlebnisse von geliebten Menschen, Mobbing, Unfälle, schwere Geburten, schwere Operationen, schwere Krankheiten, Naturkathastrophen.. Folter und Krieg.

Die dabei auftretenden überwältigenden Gefühle wie Schmerz, Angst, Todesangst, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, Ausgeliefert sein.. werden abgespalten (Dissoziation) und beeinflussen und prägen vom Unbewussten her negativ die Beziehung zu uns selbst und zu anderen. Die Persönlichkeitsstruktur wird reduziert. Psychosoziale und körperliche Defizite bis hin zu psychischen und psychosomatischen Erkrankungen können die Folge sein

Neben der Stabilisierung des „jetzigen Ichs,“ zählen die innere Beziehungsaufnahme zum "verletzten Ich" und seine innere Versorgung mit Sicherheit, Realitätsbezug, Stellungnahme, Trost und menschlicher Wärme, die Auflösung der Dissoziationen und der Täterintrojekte (verinnerlichte negative Stimmen und Gedanken) zu  den  wichtigsten Aufgaben in der Traumatherapie. Die Traumakonfrontation kann, muss aber nicht bei jedem Betroffenen folgen. Die Hauptmethode ist die Imagination.

Das Ziel der Traumatherapie ist die Verarbeitung des Traumas und die Linderung der Traumafolgen wie Angespanntheit, innere Unruhe, Schreckhaftigkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhte Verletzbarkeit, Schlafstörungen, Albträume, Flash backs, Ängste, Panik, Depressionen, Essstörungen, Süchte...., damit der Bezug zu sich selbst und zu anderen wieder gelingen kann.